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Digitalisierungscheck für Krankenhäuser

Neues Angebot:
Neutraler Digitalisierungs-Check für Krankenhäuser vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST

Die Digitalisierung von Informationen, Geräten und anderen Objekten ist allgegenwärtig: Google, SmartWatches, Navigationsgeräte - wenn eine Information fehlt, ist sie in Sekundenschnelle da. Können und wollen Krankenhäuser bei dieser Entwicklung Schritt halten?

Natürlich ist heute kein Krankenhaus mehr ohne IT denkbar. Aber elektronische Patientenakten, im besten Falle mobil am Krankenbett verfügbar, sind schon die Ausnahme. Arztbriefe werden häufig noch gefaxt, Materialressourcen zeitraubend telefonisch bestellt. Digitalisierung ist natürlich kein Selbstzweck. Gerade Gesundheitseinrichtungen müssen mit Blick auf ihre knappen Budgets genau prüfen, wo eine Umstellung bestehender Prozesse auf digitale Alternativen sinnvoll ist – für die Geschäftsführung eines Hauses keine leichte Aufgabe, die Handlungsfelder mit dem größten Leidensdruck und darauf aufbauend eine tatsächlich tragfähige technologische Lösung zu identifizieren.

Der Digitalisierungs-Check des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik ISST setzt hier an: Entscheider im Krankenhaus erhalten in kurzer Zeit einen Rundum-Überblick über den Digitalisierungsgrad in allen Kernbereichen. Im Rahmen eines Workshops mit den Verantwortlichen untersuchen die Wissenschaftler mit Hilfe eines systematischen Katalogs alle Krankenhausbereiche, in denen Digitalisierung derzeit eine Rolle spielt und zukünftig spielen wird. Entlang einer Roadmap werden kurz-, mittel- und langfristig umsetzbare Strategien empfohlen und die zukünftige Entwicklung diskutiert. Besonders intensiv analysiert werden Bereiche, in denen Quick-Wins möglich sind.

 Das Informationsblatt "Digitalisierungs-Check  für Krankenhäuser" steht hier zum Download zur Verfügung.

Veröffentlichung: Hospital Engineering in der aktuellen Ausgabe des Magazins E-Health-Com

Das Gesundheitswesen befindet sich im Umbruch: Medizin- und Informationstechnik bewegen sich unaufhörlich aufeinander zu. Die Vernetzung medizinischer Geräte in den Kliniken führt zu einer Veränderung der Verantwortlichkeiten und fördert die engere  Zusammenarbeit von Medizinern und IT-Verantwortlichen. Das Fachmagazin E-Health-Com greift diese Entwicklung in der aktuellen Ausgabe auf: Unter dem Schlagwort »Das vernetzte Krankenhaus« stellt Sebastian Meinecke vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik die Aktivitäten der Hospital Engineering Initiative sowie das im Rahmen des Netzwerks entstandene Forschungsprojekt »Transparenzserver« vor.  Mit dem Transparenzserver entsteht eine Krankenhausleitwarte, die auf prozessualer und technologischer Ebene Systeme und Menschen miteinander vernetzt – und auf diese Weise das komplexe System Krankenhaus transparenter und beherrschbarer macht.

Der Aufsatz steht hier zum Download zur Verfügung.

Neue Zusammenarbeit im Hospital Engineering Netzwerk – Fraunhofer ISST und
Institut für Therapieeffizienz ITE arbeiten gemeinsam an Prozesslösungen für Krankenhäuser
»aus Mensch und Technik«

Dortmund, 03. November 2014

Viele Problembereiche in Krankenhäusern lassen sich durch eine Optimierung der Abläufe sowie der dazu verwendeten Hilfsmittel und IT-Systeme lösen. Im Projekt Hospital Engineering werden hierzu u.a.  IT-Systeme entwickelt, die eine optimale Informationsbereitstellung ermöglichen. Auch werden optimale Prozesslösungen erarbeitet und im Labor erstmalig erprobt. Doch so wichtig Effizienz und Funktionalität für den reibungslosen Ablauf auch sind – ist ein Krankenhaus doch weitaus mehr als die Summe aus Prozessen, Geräten und IT-Systemen.

Um den Menschen und dessen jeweiligen Bedürfnisse besser berücksichtigen zu können – sei es in der Rolle als Patient, Arzt, Angehöriger oder Pflegender- wollen Fraunhofer ISST und das Institut für Therapieeffizienz ITE künftig zusammenarbeiten.

Dazu sollen im Rahmen eines ersten gemeinsamen Projekts für ein Referenzkrankenhaus praktische Prozesslösungen entwickelt werden, die auch individuell die Bedürfnisse der betroffenen Personengruppen mit einschließt. Wie kann ein Aufnahmeprozess so gestaltet werden, dass sich der Patient willkommen, gut informiert und gut aufgehoben fühlt, keine Verzögerungen auftreten und Ärzte und Pflegende sich in ihrem Prozess „wohlfühlen“? Dies sind Fragestellungen, für die beide Institute künftig praktisch umsetzbare Lösungen erarbeiten wollen. Es soll dabei ein Beratungsangebot für Krankenhäuser entstehen, welches durch einen Blick über den Tellerrand hinaus noch effizientere Prozesslösungen schafft. Von Stationsabläufen, über das Aufnahme- und Entlassmanagement bis hin zu internen Versorgungsprozessen und –situationen.

Gemeinsam avisieren beide Institute neben der Begleitung von Reorganisationsprozessen drei weitere Dienstleistungsangebote:  Entwicklung von nutzerorientierten Produkten und der Begleitung von Innovationsprozessen, Unterstützung in der Planung, Organisation und Vermittlung baulicher Veränderungen sowie die Wissensvermittlung forschungsaktueller Themenbereiche aus Healing Environment und gesunder Raumumgebung. Das Institut für Therapieeffizienz ITE wird hierfür Ihr Kompetenzteam u.a. im Bereich virtuelle Planungshilfen, soziale Medien und  Architektur/Bauingenieurwesen erweitern.

Weitere Krankenhäuser, die an Prozesslösungen »aus Mensch und Technik« interessiert sind, können sich gerne an das Projektteam wenden, um gemeinsame Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Kontakt: projekt@kliniken-der-zukunft.de

Labor für das Krankenhaus der Zukunft

Bild: v.r.n.l. Maren Geissler, Institut für Therapieeffizienz ITE und Sebastian Meinecke vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST
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